Lustige Nikolausgedichte


Der heilige Nikolaus von Myra

Hier kommt er nun, der Nikolaus,
um seine Geschenke zu verteilen
in eines Zollbeamten Haus
will er ganz kurz dazu verweilen.

Während die Kinder er beschenkt
und ein paar nette Worte spricht
auf einmal der Beamte denkt:
„So ganz akzentfrei ist das nicht!“

Woher der Nikolaus denn komme,
der Beamte zu wissen dann begehrt.
Aus Myra, antwortet der Fromme,
wo man ihn lange schon verehrt.

Ob Myra denn, so ist nun die Frage,
bei der Europäischen Union schon sei?
Myra, so die Antwort, heiße dieser Tage
jetzt Kaie und liege in der Türkei.

Dürfe er seine Arbeit hier verrichten?
-der Beamte fragt nach Schwarzarbeit -
und wie sei das mit den sozialen Meldepflichten ?
Das geht dem Nikolaus zu weit.

Erst recht, als der Arm des Gesetzes dann mit ganzer Kraft
Ihm mit der Ausweisung noch droht.
Er hätte ohne deutsche Staatsbügerschaft
hier gleich „Aufenthaltsverbot“!

Der Nikolaus – man kann sich‘s denken
verlässt das Land freiwillig im Nu -
will alle Kinder jetzt beschenken –
nur nicht mehr die in der EU!

Der Nikolaus, das Christkind und der Weihnachtsmann

Der Heilige Nikolaus, seinerzeit hat er sein Erbe schon verschenkt,
auch noch heute an alle Kinder denkt
und immer in der Vorweihnachtszeit
verteilt er Geschenke weit und breit!

Das Christkind sieht das mit Verdruss
Weil es später kommen muss –
War er auch in der Geschichte früher da
dem Christkind gehört die schönste Zeit ihm Jahr!

Ihn zu vertreiben, dafür sucht es jetzt nach Gründen –
will sogar mit dem Weihnachtsmann sich da verbünden,
dem Nikolaus kostet all das nur ein Lachen
er verteilt in Ruhe weiter seine Sachen.
Das Christkind und der Weihnachtsmann als Mythos ja nur leben –
Den Nikolaus, den hat wirklich es gegeben

Der heilige Nikolaus – unser Schutzpatron

Der Heilige Nikolaus von Myra ist auf der Welt weit rumgekommen
Und hat als Nothelfer auf Reisen so manches Patronat auch übernommen.
Die Apotheker und die Advokaten,
oft auf seine Hilfe warten
und auf manch Stoßgebet sich schon besann
manch Fischer, manch Matrose und manch Steuermann.
Auf der Pilger Wohl hat er zu schauen
und auf die, die unser Bier uns brauen,
er behütet Chorknaben, Schüler und alle Kinder.
kümmert sich um Fleischer, Bäcker, Müller auch nicht minder
muss Gefangenen die Freiheit geben
und Jungfrauen einen Ehemann fürs ganze Leben.
Und dann ist er noch anerkannt
als Schutzpatron für aller Russen Land.
Und während so jeder ganz auf ihn vertraut
spürt er schon langsam ein Burn-Out.
Wie soll er von Haus zu Haus dann auch noch eilen
um seine Geschenke zu verteilen?
Er grübelt Tage, Wochen, Stunden –
dann hat die Lösung er gefunden:
Um Geschenke zu verteilen braucht der arme Mann
Jemanden, der ihm helfen kann.
Mit der Entscheidung muss er sich auch nicht lange quälen
da gibt es eine nur zu wählen –
Angela Merkel, deutsche Bundeskanzlerin,
die wird sicher gern ersetzen ihn,
Geschenke machen zu können, wird sie freuen
und als Schutzpatronin hat sie ja nur den Euro zu betreuen!