Lustige Weihnachtsgeschichte zum Nachdenken


Zauberhafte Weihnachten

Im Gegensatz zu den meisten anderen Leuten, die er kannte, freute Ben sich nie besonders auf die Weihnachtszeit. Das Weihnachtsfest an sich mochte er schon, aber die Vorbereitungen dazu gingen ihm höllisch auf die Nerven. Ben hatte nämlich den Eindruck, dass die Mitglieder seiner Familie sich während der Adventszeit nicht wie normale Menschen benahmen. Ben und seine Eltern wohnten in einem ziemlich großen Haus und deshalb war es Ben gewohnt, viel Platz für sich zu haben. Er hatte nicht nur ein eigenes Zimmer, sondern praktisch ein ganzes Stockwerk, indem er sich ausbreiten konnte. Meistens jedenfalls, denn zur Weihnachtszeit war alles anders.

Jedes Jahr im Dezember entdeckten Bens Eltern ihre familiäre Seite. Sie luden Großeltern, Urgroßeltern, Onkeln, Tanten, Cousins und Cousinen sowie deren Kinder ein und die wohnten dann alle bei ihnen im Haus. Allerdings quartierten diese Leute sich nicht nur während der Weihnachtsfeiertage hier ein, was für Ben noch einigermaßen akzeptabel und erträglich gewesen wäre, nein, sie kamen am ersten Adventsonntag und verschwanden erst wieder nach dem letzten Weihnachtsfeiertag. Es war nicht so, dass Ben seine Verwandten nicht mochte, gut, sie stellten ihm jedes Jahr dieselben wenig originellen Fragen und manche waren etwas sonderbar, aber darüber hätte man hinwegsehen können. Was Ben wirklich störte, war die Gesamtszenerie in die seine Eltern Weihnachten einbetteten. Das Haus war eindeutig zu voll, mit all den Verwandten, aber seine Eltern machten es noch voller, indem sie es mit weihnachtlichen Gegenständen dekorierten. Der Weihnachtsschmuck war alles andere als bescheiden und schien sich jedes Jahr zu vermehren. Da gab es zuerst die einfachen Dinge wie Sterne, Kerzen und Tannenzweige, die über das ganze Haus verteilt wurden. Über die Außenscheiben aller Fenster ließ Bens Mutter Weihnachtsmänner klettern, die mit bunten Lichterketten geschmückt wurden, damit die Nachbarn sie ja nicht übersehen konnten. Die Bäume im Garten wurden ebenfalls mit Lichterketten dekoriert und natürlich auch der Zaun und die Gartenzwerge.

Im Haus waren die Lichterketten nicht notwendig, denn für die Wohnräume kauften Bens Eltern viele weihnachtliche Figuren, die zu leuchten begannen, wenn man sie mit einem Schalter anknipste. Sie hatten protzige Engel, Tannenbäume, Weihnachtsmänner und selbstverständlich Rentiere. Rentiere mochte Bens Mutter besonders und sie ließ sich durch nichts davon abhalten, diese Tiere in allen erdenklichen Formen und Farben überall im und um das Haus aufzustellen. Krönender Höhepunkt war ein riesiges, aufblasbares Plastikrentier, das seinen beleuchteten Fixplatz am Dach hatte und für das sich Ben jeden Tag in Grund und Boden schämte, wenn er von der Schule nach Hause kam. Aber er schämte sich auch für seine mit Rentieren bestickten Wollpullover, die er während der Weihnachtszeit zu tragen hatte.

Die Dekoration des Hauses nahm eigentlich immer den ganzen Dezember in Anspruch, das Haus wurde voller und voller mit lauter weihnachtlichem Kram und je näher es auf das große Fest zuging, desto weniger sah man von den Möbeln. Alle Verwandten mussten helfen. Ben versuchte sich zu drücken, wo immer es ging, aber meistens kam er mit seinen Ausreden nicht durch. Doch dieses Jahr ließ Ben die Anweisungen seiner Eltern verhältnismäßig gleichgültig über sich ergehen, denn dieses Mal sah er unter all dem Trubel einen Lichtblick. In ein paar Tagen würde seine beste Freundin Miriam ankommen und ihn hoffentlich von all diesen Verrückten ablenken. Seit Miriam in einer anderen Stadt wohnte, sah Ben sie nur noch selten. Sie waren zusammen in die Grundschule gegangen, aber dann war Miriam mit ihren Eltern weggezogen und sie hatten eigentlich nur noch Briefkontakt. Ben musste sich von seinen Freunden anhören, dass es altmodisch sei, Briefe zu schreiben und er wusste, dass sie Recht hatten, aber es war auch schön. Es war schön, Miriams handgeschriebene Worte im Briefkasten zu finden und insgeheim war Ben sich sicher, dass seine Freunde ein bisschen neidisch waren, weil sie keine Briefe bekamen.

Dass Miriam das Weihnachtsfest mit ihm und seiner Familie feiern würde, machte Ben Freude und Angst zugleich. Natürlich hatte er Miriam vorgewarnt, aber er wusste trotzdem nicht, wie sie reagieren würde. Schließlich war sein Zuhause zurzeit alles andere als normal und man hätte es niemandem verdenken können, wenn er nach einem einzigen Blick auf das Haus sofort davonrennen würde. Miriam hatte sich durch keine von Bens Beschreibungen abschrecken lassen und immer wieder betont, es sei alles besser, als alleine zu feiern. Aus irgendeinem Grund hatte Ben sich nicht zu fragen getraut, was denn ihre Eltern an Weihnachten machen würden, aber er nahm an, dass sie auf Geschäftsreise waren, denn das war oft der Fall. Miriams Eltern verbrachten viel Zeit auf anderen Kontinenten und vielleicht waren sie ja irgendwo, wo um diese Zeit nicht Weihnachten gefeiert wurde.

Eine Woche vor Weihnachten fuhr Ben zusammen mit seinem Onkel Moritz zum Bahnhof um Miriam abzuholen. Moritz war nicht davon begeistert gewesen, das Haus zu verlassen, weil er so die Vorbereitungen für seine weihnachtliche Zaubervorstellung unterbrechen musste, die er jedes Jahr präsentierte, aber schließlich hatte er sich überreden lassen. Ben erkannte Miriam sofort. Als er ausstieg saß sie auf einem außergewöhnlich großen Koffer und winkte ihm zu. „Wozu braucht man bloß so viel Zeug!“ wunderte Onkel Moritz sich missmutig, während er Miriams Koffer aufhob.

„Da redet der Richtige“, murmelte Ben so leise, dass sein Onkel ihn nicht hören konnte. Immerhin machte dieser sich bereits seit drei Wochen im Haus breit, beanspruchte mehrere Zimmer für sich alleine und schleppte täglich neue Sachen an, die anscheinend unverzichtbar für seine Zaubervorführung waren. Seine Zaubershow war es auch, von der er die ganze Fahrt über redete. „Ich habe dieses Jahr wirklich etwas ganz Besonderes vor! Ihr könnt gespannt sein! Das wird ein einmaliges Erlebnis!“ prahlte er. Zu Bens Entsetzen stieg Miriam auf das Gespräch ein. „Ja, ich freue mich schon. Ich habe noch nie einen Zauberkünstler kennen gelernt“, sagte sie höflich.

Onkel Moritz lächelte zufrieden. Er hatte viele merkwürdige Charakterzüge, aber das Verrückteste an ihm war, dass er ernsthaft davon überzeugt war, wirklich zaubern zu können. „Was für eine Art Zauberer bist du? Machst du so etwas mit einem Hut und einem Hasen?“ erkundigte sich Miriam interessiert. Onkel Moritz riss vor Schreck das Lenkrad in die falsche Richtung. „Bitte! Hüte und Hasen sind unterste Schublade! Das sind doch nur Tricks! Ich zaubere WIRKLICH!!!“ erklärte er empört. „Abgesehen davon sind Hüte und Hasen überhaupt nicht weihnachtlich. Ein Hase hat eher was mit Ostern zu tun und deshalb wäre er total unpassend!“ fuhr er fort. Natürlich würde die Zaubershow weihnachtlich werden. Selbst ein „echter Zauberer“ musste sich ans Programm halten. Ben seufzte und Miriam entschuldigte sich kleinlaut für ihre Vermutungen. „Das ist es, oder?“ fragte Miriam als sie in die Straße einbogen, in der Ben wohnte. Das Haus war unverkennbar. Ben hatte den beunruhigenden Verdacht, dass das gewaltige Plastikrentier von gestern auf heute an Größe zugelegt hatte. „Das Rentier scheint mir … verändert“, meinte er unsicher. Die Bemerkung war dumm von ihm, denn so lenkte er Miriams Aufmerksamkeit zwangsläufig auf das Plastiktier – andererseits konnte man dieses sowieso nicht übersehen. „Dein Vater hat gestern ein paar neue Lichterketten angebracht, damit sein Geweih besser zur Geltung kommt“, erklärte Onkel Moritz.

Miriam blieb trotz des Rentiers fröhlich und auch nachdem sie das Innere des Hauses gesehen hatte, verlor sie ihre gute Laune nicht. Als Bens Mutter Platz für ein riesiges Lebkuchenhaus suchte, schien sie ehrlich begeistert und packte gleich mit an. Miriam bekam ein Zimmer in Bens Stockwerk, in dem ein etwas zu intensiver Duft nach Tannenzweigen, Apfel und Zimt in der Luft lag. Ben war es ein bisschen peinlich, dass sich auch Onkel Moritz im selben Stockwerk einquartiert hatte, vor allem, weil aus seinen Zimmern die ganze Zeit explosionsartige und zischende Geräusche zu hören waren.

Onkel Moritz ließ seine Tür meistens nur angelehnt und Ben und Miriam machten sich einen Spaß daraus, ihn durch den Spalt beim Zaubern zu beobachten. Ben wusste seit Jahren, dass sein Onkel ein verdammt schlechter Zauberer war. Sicher, er experimentierte mit allen möglichen Substanzen und manche Dinge, die er sich für seine Vorstellungen anschaffte, waren durchaus beeindruckend – sie hatten nur wenig mit Zauberei zu tun. Ben hegte schon seit Längerem den Verdacht, dass er herkömmliche Zaubertricks mit Hasen, Zylindern und bunten Tüchern nur deshalb verurteilte, weil er sie in Wahrheit nicht konnte.

„Was macht er da?“ flüsterte Miriam, als sie Moritz beobachteten, der gerade um einen großen Topf herumtanzte, aus dem violette Rauchschwaden aufstiegen. „Er will, dass es während seiner Vorstellung goldene Sterne schneit, aber er schafft es nicht, sie entstehen zu lassen. Letzte Woche hat er anscheinend schon silberne hinbekommen, aber die waren ihm nicht gut genug“, antwortete Ben. „Und die Sterne sollen aus diesem rauchenden Kessel kommen?“ fragte Miriam verwirrt. Ben zuckte nur die Achseln.

Der 24. Dezember begann mit dem üblichen Durcheinander. Bens Mutter gefiel die Dekoration der Weihnachtsbäume (ja, sie hatten mehrere) plötzlich nicht mehr und Miriam und Ben bekamen die ehrenvolle Aufgabe, den Christbaumschmuck neu anzuordnen. Während sie glänzende Kugeln und Wunderkerzen vertauschten, hörten sie ein Gespräch, das Onkel Moritz mit dem kleinen Anton führte. „Ich will, dass es schneit! Zaubere sofort, dass es schneit!“ jammerte Bens Cousin Anton. „Schnee ist sehr schwierig zu zaubern! Das geht nicht so einfach!“ wehrte sich Onkel Moritz.

„Heute Abend muss es schneien! Weihnachten ohne Schnee ist kein echtes Weihnachten!“ drängte der Kleine weiter. „Ich kann nichts versprechen, aber ich arbeite daran! Und jetzt lass mich in Ruhe, ich muss mich konzentriert vorbereiten!“ sagte Onkel Moritz und verschwand. Anton gesellte sich zu Ben und Miriam, um ihnen mit den Christbäumen zu helfen. Nachdem er vier Kugeln zerstört hatte, einen Strohstern angezündet hatte und Ben beinahe mit einer Schlange Lametta erwürgt hatte, scheuchten sie ihn hinaus.

Miriam erzählte Ben, dass Weihnachten in ihrer Familie ganz anders gefeiert wurde. Sie aßen gemütlich, gingen in die Kirche und schauten sich ein Hirtenspiel an. Von einem gemütlichen Essen konnte in Bens Familie keine Rede sein und auch an die Kirche oder daran, dass es sich bei Weihnachten eigentlich um ein religiöses Fest handelte, dachte hier niemand. Eine von Bens Tanten, die das Gespräch der Kinder belauscht hatte, hatte jedoch das Wort „Hirtenspiel“ aufgeschnappt und war sofort davon begeistert. Wahrscheinlich würden sie im nächsten Jahr alle ein Theaterstück einstudieren müssen … .

Als die große Runde sich wenig später um eine reich gedeckte Tafel versammelte, kam es zu kleineren Streitigkeiten, aber Ben hatte definitiv schon turbulentere Weihnachtsessen erlebt. Tante Anna und Tante Sophie stritten sich um ein besonders knuspriges Bratenstück und Onkel Theodor wiederholte etwas zu oft und etwas zu laut die guten Schulnoten seines Sohnes, aber ansonsten ging es recht zivilisiert zu. Nach dem Essen warteten alle gespannt auf die Zaubershow, aber Bens Mutter wollte diesen Moment möglichst lange hinauszögern, weil sie wusste, dass diese Vorführung jedes Jahr zu einem Desaster ausartete und sie anschließend stundenlang putzen musste. Onkel Moritz unterstützte sie und bestand darauf, dass die Kinder zuerst ihre Geschenke öffnen sollten, weil er die volle Aufmerksamkeit aller wollte und sich dieser nicht sicher sein konnte, solange verschlossene Päckchen unter den Bäumen lagen.

Miriam hatte ein Geschenk für alle mitgebracht und als sie es übereichte, wurde die Stimmung sogar annähernd besinnlich. Ihr Geschenk war eine Krippe mit den Figuren von Joseph, Maria, dem Jesuskind, Hirten und den Heiligen Drei Königen. Auch ein Engel, Schafe sowie Ochs und Esel waren vertreten. Das am wenigsten Auffälligste, war zugleich das Besondere an der Krippe: Neben dem Jesuskind lag eine winzige Schriftrolle und wenn man sie berührte, erzählten verschiedene Kinderstimmen die Weihnachtsgeschichte.
Ben hatte noch nie eine derartige Krippe gesehen, aber es war auf jeden Fall eine nette Idee. Seine gesamte Familie hörte sich die Geschichte schweigend und andächtig an. Ben hatte gar nicht gewusst, dass sie so lange still sein konnten. Sogar der quirlige Anton war mucksmäuschenstill und lauschte fasziniert, als hätte er diese Geschichte noch nie gehört. Vielleicht stimmte das auch und er hörte sie wirklich zum ersten Mal.

Ben bekam von seinen Eltern den üblichen Rentierpullover, aber da sie ihm auch den Rennbob schenkten, den er sich gewünscht hatte, war er zufrieden. Ungefähr eine Stunde lang hörte man nur lautes Papierrascheln, unterbrochen von Freudenschreien. Dann konnte es endlich mit der Zaubervorstellung losgehen. Moritz begann damit, Wasser in Apfelpunsch zu verwandeln, den er dann unter den Zuschauern verteilte. Das Wasser hatte tatsächlich seine Farbe verändert, aber es schmeckte nicht im Geringsten nach Apfelpunsch sondern eher wie abgestandenes Bier und niemand wollte es trinken. Beim nächsten Versuch passierte das erste große Missgeschick – ein riesiger Wattebausch ging in Flammen auf, das Feuer stob hoch bis an die Decke und hinterließ dort einen tiefschwarzen, rußigen Fleck.

Bens Mutter seufzte. Doch es kam noch schlimmer. Beim nächsten Akt kam der violett rauchende Kessel ins Spiel, den Ben und Miriam bereits gesehen hatten. Onkel Moritz schüttete mehrere Zutaten in eine kochende Brühe, die er eifrig umrührte und behauptete, wenn er dies lange genug mache, würde es goldene Sterne regnen. Aber das Einzige, was er schließlich erreichte, war, dass der Kessel explodierte. Irgendjemand wagte es, zaghaft zu fordern, die Show abzubrechen, aber Onkel Moritz wollte nichts davon wissen und erklärte, es gehe doch jetzt erst richtig los. Er war nicht zu bremsen. Verbissen experimentierte er weiter und irgendwann wusste keiner mehr, was er eigentlich vorhatte. Die Kinder lachten und kreischten, sie fanden Gefallen am lauten Knallen und den stinkenden Dämpfen, egal, ob es sich um Zauberei handelte oder nicht. Plötzlich packte Miriam Ben am Arm und machte ihn auf einen kleinen Riss in der Decke aufmerksam, direkt neben dem rußigen Fleck.

„Denkst du, er lässt das Haus einstürzen?“ fragte Miriam ängstlich. Ben reagierte gelassen. Der kleine Deckenriss schockierte ihn nicht, im Gegenteil, so etwas war bei der Zaubershow seines Onkels im Grunde üblich. Letztes Jahr hatte er ein Loch in die Wand gejagt und das Haus war deswegen auch nicht eingestürzt. Das Loch war immer noch da und wurde einfach wie eine Verbindungstür von einem Raum zum anderen genutzt. Auch Anton war auf den Riss in der Decke aufmerksam geworden und beobachtete ihn streng. Auf einmal lachte er freudig und deutete wie wild auf die Öffnung. Durch den Riss rieselten nun die goldenen Sterne, zuerst langsam, dann immer schneller. Durch die wehenden Dämpfe verteilten sie sich im ganzen Raum. Onkel Moritz hatte seine Sterne, die er angeblich herzaubern wollte, wohl im oberen Zimmer vergessen und nun waren sie durch ein Missgeschick doch noch zu ihm gekommen. Natürlich konnte er nun behaupten, der Riss in der Decke sei Absicht gewesen. „Ich wollte zwar weißen Schnee, aber goldener ist auch in Ordnung“, meinte Anton großzügig.

Miriam deutete auf die erleuchteten Fenster. Während der ganzen Aufregung um die Zaubervorstellung hatte niemand einen Blick nach draußen geworfen. Niemand hatte die dicken Flocken wahrgenommen, die still und schön auf die Erde niederfielen. Onkel Moritz verbuchte auch diesen Erfolg für sich und schob den plötzlichen Schnee auf irgendein Gebräu. Er hatte eindeutig mehr Glück als Verstand. Anton war wohl der Einzige, der ihm wirklich glaubte, aber die anderen hielten sich zurück und schwiegen höflich.

Wenig später machten alle noch einen Spaziergang im Garten, wo der Schnee bereits mehrere Zentimeter hoch lag. Einige redeten schon über ihre Abreise und Ben dachte an die nächsten elf, ruhigen, rentierfreien Monate. Trotzdem – im Nachhinein war auch dieser Dezember eine schöne Zeit gewesen. Weihnachten auf eine etwas spezielle Art und Weise zu feiern, gehörte in seiner Familie einfach dazu. Und Miriam hatte tatsächlich gefragt, ob sie nächstes Jahr wieder kommen dürfe.