Nikolausgedichte für Mama


Lieber alter Nikolaus,
wenn du kommst in unser Haus,
schenk nicht nur den Kindern was,
mach auch Mama einen Spaß!
Unsre Mama ist die Beste,
sorgt für uns und unsre Feste,
deshalb sollst du an sie denken,
und auch ihr was Schönes schenken!
Bitte, tu uns den Gefallen:
Schenke ihr was – und uns allen!

Morgen schon ist Niklaustag!
Was er uns wohl bringen mag?
Ob ich wohl auch richtig lieb war?
Hier und da wohl mal zu frech gar?
Ob der gute Nikolaus,
kriegt die kleinen Sünden raus?
O – ich glaube, es geht gut.
Meine Mama macht mir Mut!
Sie wird sicher für mich sprechen,
für mich eine Lanze brechen.
Mama, sag ihm, ich war brav,
dass ich Niklausnacht gut schlaf‘.

Gibt es wohl den Nikolaus?
bringt er Süßes uns ins Haus?
Nachts stell ich den Stiefel hin,
morgens ist was Schönes drin.
Doch wer tut es wohl hinein?
Kann es wirklich Niklaus sein?
Oder ist es meine Mama,
Die sich schleicht in meine Kammer?
Die mir Freude machen will?
Ich lieg da und bin ganz still.
Ich bleib wach, ich schlaf nicht ein.
Wer kommt in mein Zimmer rein?
Eingeschlafen -Träumerei!
Nikolaus – Du kamst vorbei!

Mama, bitte, hilf mir doch,
ich muss meine Schuhe putzen,
morgen kommt der Nikolaus,
und er will die Schuhe nutzen,
um mir Süßigkeit zu bringen,
er kommt mitten in der Nacht,
doch er wird mir nur was schenken,
ist das Schuhputzwerk vollbracht.
Ich kann keine Schuhe putzen,
ich hab das noch nie gemacht,
bitte, Mama, putz die Schuhe,
und ich habe mir gedacht,
dass ich, kriege ich Geschenke,
ich dann wohl auch dich bedenke!

Heute am sechsten Dezember,
gehen wir durch die Stadt,
halten die Augen offen,
Nikolaus ist in der Stadt!
Sieh doch, da steht er,
winkt uns herüber,
Nikolaus, Mütze und Bart,
Doch neben ihm, Mama,
da steht noch ein andrer,
Knecht Ruprecht,
die Rute ist hart.
Krieg ich die Rute?
Bin ich der Gute?
Mama, sollen wir fliehen?
Wird er uns fragen,
was wirst du sagen?
Ist mir das Böse verziehen?
Nikolaus lacht.
Hab’s mir gedacht.

Kennst du den Nikolaus, Mama?
Er war doch letztes Jahr schon da.
Er kam nicht heimlich in der Nacht,
wie er das vorher hat gemacht,
er kam am Tag, mit Pferd und Sack,
er sagte allen Guten Tag,
und gab auch Süßigkeiten her,
sehr wenig nur, ich wollte mehr.
Er sagte: „Sprich erst ein Gedicht!“
Ich sagte: „O, das kann ich nicht!“
Da wollte er mir nichts mehr geben.
Das will ich nicht noch mal erleben!
Darum, Mama, ein Gedicht mich lehr!
Dann gibt der Nikolaus mir mehr.


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