Weihnachtsgedichte lustig


Weihnachtsmarkt

Wo früher Glockenklang zu hören war,
Horch hin – heut klingeln vor allem die Kassen!
Wo früher schwirrte der Engel Schar,
schau hin, da drängen heute sich zum Einkauf die Massen.

Früher hörten wir die Kinder leise Weihnachtslieder singen
und rochen überall Keks- und Lebkuchenduft,
wo heute grell die Lautsprecher dudeln und klingen
und Hektik und Stress liegen in der Luft.

Und fragst Du das Christkind: wo ist der Advent,
die stille Zeit, wo wir auf Dich warten?
Dann ruft es: „Keine Zeit!“ und rennt
„Ich muss jetzt Weihnachten vermarkten!“

Brief ans Christkind

So viele Wünsche – alle rasch notieren,
dann muss das Christkind selbst nicht so viel denken,
der Brief soll es leiten und es inspirieren,
zu den lang ersehnten, richtigen Geschenken!

Rasch zugeklebt noch das Kuvert
die Post soll ihn dann transportieren –
doch weiß am Postamt irgendwer,
wohin den Brief jetzt kommandieren?

Eines weiß ein jeder gleich –
Ein Brief nach Bonn sich sicher lohnt -
nur dass im Bonner „Himmelreich“
eigentlich der Weihnachtsmann ja wohnt!

Also versuchen wir’s an einem anderen Ort –
nach Berlin der Brief entweicht –
nur dass an der Berliner Himmelpfort
er auch den Weihnachtsmann erreicht!

Es ist nicht leicht zu eruieren,
wo das Christkind seinen Wohnsitz hat,
wo wird es wirklich jetzt logieren -
in Engelskirchen oder Himmelstadt?

Bei der Wahl zwischen allen möglichen Adressen –
erscheint das Christkind, flüstert lieb und nett:
„Hast du denn alles schon vergessen?
Der Brief, der muss – aufs FENSTERBRETT!“

Wir glauben ans Christkind!

Die gleiche Frage Jahr um Jahr:
Das Christkind oder Santa Claus?
Für uns ist das schon lange klar -
das Match geht für das Christkind aus!

Ob das blondlockige Kind mit Heiligenschein,
das erfüllt uns jeden Weihnachtswunsch
oder der Alte mit Rauschbart und roter Stola?
Egal, wichtig ist uns die Tradition dabei allein –
traditionell trinkt das Christkind nämlich Punsch
– und der Weihnachtsmann, der trinkt nur Cola!

Beamtenweihnacht

Ein Gedanke, der lässt den Weihnachtsmann nicht ruh’n
„Was soll mit den Beamten zu Weihnachten ich tun?“
Geschenke für Beamte, das las er zu seinem Entsetzen
verbieten die Paragraphen von den Gesetzen.

Auch Geld im Kuvert ist streng verboten
denn als Bestechung gelten die Banknoten
und das will der Weihnachtsmann nicht riskieren –
schon um seinen Job nichts wieder ans Christkind zu verlieren!

Ein „Beamten-Engerl“ (die gibt’s nur zur Weihnachtszeit!)
hilft ihm schließlich aus der Verlegenheit –
um die Beamten zu beschenken
musst an geheime Konten Du nur denken!

Auch, statt einfach Beträge nur zu überweisen,
heimlich zu zahlen Speisen und Reisen,
wäre weder Bestechung noch Korruption -
nur eine kleine, weihnachtliche Malversation!

So hätte der Weihnachtsmann beinah in der heiligen Nacht
den Beamten keine Geschenke gebracht –
doch erleichtert nach des Engerls Belehrung
über Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung
beschenkt er sie reichlich – und ist schon am Sprung -
winkt ihm dafür nächstes Weihnachtsfest doch die Beförderung!