Weihnachtslieder lustig


Ach, wie sehr die Kleinen warten
morgens schon im Kindergarten,
denn sie haben ja vernommen,
der Weihnachtsmann wird heute kommen.
Lange müssen sie noch warten,
gehen spielen in den Garten,
nehmen ein ihr Mittagessen,
sind alle im Kreis gesessen.
Basteln Sonnen, Monde, Sterne,
ach, wie hätten sie so gerne,
dass der Tag ein Ende nähme
und der Weihnachtsmann bald käme.
Der Tag hat fast sein End‘ genommen,
da ist er endlich angekommen
plötzlich steht mit seinem Schlitten
er da in des Zimmers Mitten.
„Ihr Kinderlein, nun gebet Acht
ich hab‘ euch etwas mitgebracht“.
Alle kriegen schöne Sachen,
aber plötzlich tönt ein Lachen
durch des Kindergartens Raum,
was man sieht, man glaubt es kaum:
Der kleine Hans hat, ungelogen,
den Weihnachtsmann am Bart gezogen,
darunter steckt, o welch‘ ein Graus
der alte Schulhausmeister Kraus.

Das ganze Jahr lang wird geklagt,
wir haben gar kein Geld,
der Euro ist es, der uns plagt
wie nichts auf dieser Welt.
Was kostet das, was kostet dies,
gejammert wird grad so,
als wär‘ hier nicht das Paradies,
wir jammern mit Niveau.
Doch plötzlich wird es draußen kalt
und Schnee liegt in der Luft,
da wissen wir, es weht schon bald
ein Hauch von Weihnachtsduft.
Dann wird gekauft und wird bestellt,
was immer es so gibt,
weil jeder, der was auf sich hält
die Konjunktur anschiebt.
Und spätestens im neuen Jahr,
da jammern wir um’s Geld,
weil Weihnachten so teuer war
wie nichts auf dieser Welt.
Ein Blick über den Tellerrand
empfiehlt sich dann und wann,
vielleicht regt sich dann der Verstand
und öffnet sich die Hand.

Alle Jahre wieder wird eifrig umgetauscht,
denn von manchen Gaben sind wir nicht berauscht.
Viel zu grelle Hemden, Schmuck, der nicht gefällt,
wechselt der Verkäufer um in bares Geld.
Alle Jahre wieder lügen wir erfreut,
weil die nackte Wahrheit doch ein Jeder scheut,
wer will die denn sagen unterm Weihnachtsbaum.
Ich geb’s zu, ich kaum.

Weihnachten ist so phantastisch,
hell beleuchtet, hell und plastisch,
überall frohe Gesichter,
tausend bunte, grelle Lichter.
Weihnachten ist ökologisch
untragbar, doch ökonomisch
ist es einfach nur der Renner
und ein rechter Dauerbrenner.
Weihnachten mal anders feiern,
weg von diesen alten Leiern,
ohne große, teure Gaben,
nicht zeigen müssen, was wir haben,
das wünsche ich mir dieses Jahr,
es wäre einfach wunderbar.
Weihnachten wäre ganz leise,
auf eine besondre Weise,
es genügte, Zeit zu schenken
und an Jesus Christ zu denken,
ohne Hast und Völlerei,
kommt, Leute, seid ihr dabei?


Die Kommentarfunktion ist geschlossen.