Weihnachtslieder zum Nachdenken


Allein sitzt sie am Fenster
und sieht so traurig aus,
ihr Blick ist voller Sehnsucht,
schweift in die Welt hinaus.
Drei Jahre ihres Lebens
sitzt sie fast immer hier,
drei Jahre, die vergebens,
niemand öffnet die Tür.
Und draußen auf der Straße
glitzert der Lichter Schein,
die alte Frau am Fenster,
sie fühlt sich so allein.
Wenn jeder sich besänne
am hohen Weihnachtsfest,
dass all die alten Menschen
man nicht im Stiche lässt.
Allein sitzt sie am Fenster
und bald ist es zu spät,
dass jeder, der sich Christ nennt
zu sein es auch versteht.

Allen Menschen dieser Erde
wünschen wir ein frohes Fest,
auf dass endlich Frieden werde
und sich’s leben lässt.
In der kleinen Worte Welt
ist es, wo der Krieg beginnt,
nicht nur, wenn der Schnee leis‘ fällt
Zeit, dass sich der Mensch besinnt.
Allen Menschen dieser Erde
Achtung und Respekt gebührt,
dass dies alles Wahrheit werde,
hat Gott uns hier her geführt.
In der Welt des kleinen Mannes
spiegelt sich das weite All,
gut zu sein, wer will, der kann es,
schon im Erdental.
Allen Mächtigen der Erde
öffne sich das Herz,
dass sie endlich klüger werden,
nehmen allen Schmerz.
In der Welt voll Hass und Waffen
wo bleibt Zärtlichkeit,
Gott hat uns doch nicht erschaffen
zu säen tiefes Leid.
Alle Reichen dieser Erde
merken wohl zu spät,
in die letzten Hemden werden
nie Taschen eingenäht.

Wir wollen die Kerzen anzünden
und ganz tief in uns geh’n,
die frohe Botschaft zu künden,
dass die Welt ein Wunder geseh’n.
Ein Wunder vor zwei Tausend Jahren
in Bethlehem im Stall,
davon soll die Welt nun erfahren
auf den Bergen und im Tal.
Er hat für den Frieden geworben
als erster Pazifist,
so dass, bevor er gestorben,
er gekreuzigt worden ist.
Und so viele hörten die Lehren,
sie hatten sofort erkannt,
dass Gott aus des Himmels Sphären
zu uns seinen Sohn gesandt.

Ach, wie herrlich es doch schneit,
taucht die Welt in Zuckerguss
und jetzt in der Weihnachtszeit
gilt kein Hader, kein Verdruss.
Ach, wie herrlich es doch klingt,
Freue schallt in jedem Haus,
wo dem Kind man Lieder singt,
lauthals in die Welt hinaus.
Ach, wie innig man sich liebt,
wie man aneinander denkt,
nicht nur, weil’s Geschenke gibt,
sondern weil sein Herz man schenkt.
Ach, wie herrlich diese Welt
an Weihnachten zu sein vermag,
doch wer als Christ was auf sich hält,
lebt den Gedanken jeden Tag.


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