Weihnachtslieder


Die Weihnachtsgans war knusprig,
der Karpfen dunkelblau,
das Fest war flüssig-lustig,
im Magen ist mir flau.
Flau wird’s mir bei dem Blicke
ins leere Portemonnaie,
wo’s gestern noch recht dicke,
das Geld schmolz vor dem Schnee.

Macht die Augen auf, ihr Kinder,
dann könnt ihr ihn vielleicht seh’n,
denn jetzt ist ja wieder Winter,
wo von Ost die Winde weh’n
und gerad‘ zu dieser Zeit,
wenn der kalte Frost uns klirrt,
kommt er her, vom Himmel weit,
hat die Rens fest angeschirrt.
Macht die Ohren auf, ihr Kinder,
dann hört ihr die Glöckchen schon,
denn nur jetzt, im kalten Winter
kommt von ferne her ihr Ton
und gerad‘ in dieser Zeit
kommt das Christkind zu euch allen,
hält Geschenke schon bereit,
die euch sicherlich gefallen.
Macht die Herzen weit, ihr Kinder,
lasst die Freude tief hinein,
herrscht auch draußen strenger Winter,
im Herzen könnt’s nicht wärmer sein.

Nikolaus war schon sehr fleißig,
kam mit Schokolade an,
jetzt rührt sich, auf Wolke dreißig
sein Cousin, der Weihnachtsmann.
Muss nur noch den Schlitten packen,
zurrt die Rens fest ins Geschirr,
nebenan tut’s Christkind backen,
auf der Himmelswolke vier.
Jetzt geht’s los, wie ’ne Rakete
saust der Schlitten durch das All,
dass er sich bloß nicht verspäte,
senkt er sich im freien Fall.
Niklaus grüßt die hellen Sterne
und den alten Mann im Mond,
sieht die Erde aus der Ferne,
wo manches brave Kindlein wohnt.
Durch den Schnee und auch den Regen
nähert er sich nun der Erde,
bringt Geschenke und den Segen,
dass ein jedes glücklich werde.

Wenn das Jahr sich neigt dem Ende
zu, dann kommt die schönste Zeit,
dass das Christkind Einlass fände
öffnen sich die Herzen weit.
Ach, so kurz ist dieses Leben,
dass in Missmut man’s verbringt,
darum hat Gott uns gegeben
eine Stimme, die erklingt
ihn zu ehren und zu loben,
dass seinen Sohn zu dieser Stund‘,
schickte her von ganz weit droben,
vom Himmel auf der Erden Rund.
Legte ihn in eine Krippe,
arm und nackt, für uns’re Sünden,
dafür gab Gott uns die Lippen,
seine Herrlichkeit zu künden.
Wenn das Leben geht zu Ende,
für’s Abschied nehmen ist’s nun Zeit,
leg‘ dein Herz in seine Hände,
ohne Angst, und sei bereit.

Schon seit vielen, vielen Tagen
ist da droben schwer was los,
alle müssen sich sehr plagen,
denn die Aufgaben sind groß.
Engelchen mit langen Listen
arbeiten exakt nach Plan,
legen Päckchen in die Kisten,
helfen so dem Weihnachtsmann.
Rentiere werden gestriegelt,
Futtersäcke abgefüllt,
des Weihnachtsmanns Kostüm gebügelt,
die Welt in weißes Kleid gehüllt.
Nun schnell los, abwärts zur Erde
geht die Reise ganz geschwind,
jeder Wunsch erfüllt nun werde,
für’s große und das kleine Kind.


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