Weihnachtssprüche lustig


Ach, wie traurig wär’ die Welt
ohne unser Weihnachtsgeld,
wie sollten wir Geschenke kaufen,
ohne in Schulden zu ersaufen?
Dass der Chef was von uns hält,
beweist er uns durchs Weihnachtsgeld.

Kleine Kinder, große Kinder
und Erwachsene nicht minder
kaufen täglich, bis zur Mette,
Weihnachtswaren um die Wette.
Ganz erschöpft sind sie vom Kaufen,
weil sie durch die Städte laufen.
Verkäuferinnen, viele nette,
füllen Kassen um die Wette.
Großen Leuten, kleinen Leuten,
selbst jenen, die das Kaufen scheuten
macht es im Dezember Spaß,
sie kaufen ohne Unterlass
für kleine Kinder, große Kinder,
für Erwachsene nicht minder
geht in Erfüllung Traum für Traum,
denn er liegt unterm Weihnachtsbaum.

Wer schlägt schon ab den Kinderwunsch
und trinkt nicht gerne einen Punsch?
Wer kann sich denn dem Fest versagen,
wer singt nicht an den Weihnachtstagen?
Selbst den größten Miesepeter
packt’s Fieber früher oder später,
spätestens, wenn’s Flocken schneit
ist selbst der Kommunist bereit,
denn der hat mitten in der Nacht
ein Tännchen mit nach Haus gebracht,
wo er es ganz heimlich schmückt,
das Grün sein rotes Herz beglückt.
Und schöner als das Manifest
erscheint ihm nun das Weihnachtsfest.

Persiflage: Sah’ ein Knab’

Sah ein Knab’ ein Tännlein stehn,
Tännlein in der Schonung,
es war jung und richtig schön,
er lief schnell, es anzusehn,
sah’ es an als eine Belohnung.
Tännlein Tännlein, Tännlein grün,
Tännlein in der Schonung.

Knabe sprach: „Ich fälle dich,
Tännlein in der Schonung!“
Tännlein sprach: „Ich steche dich,
dass bis Neujahr denkst an mich,
schleppe mich nicht in deine Wohnung.“
Tännlein, Tännlein, Tännlein grün,
Tännlein in der Schonung.

Und der wilde Knabe brach
‘s Tännlein in der Schonung;
Tännlein wehrte sich und stach ,
unter ächzend Weh und Ach,
schleppt’s er’s in die Wohnung.
Tännlein, Tännlein, Tännlein grün,
Tännlein aus der Schonung.

Alle Jahre wieder
brennt der Weihnachtsbaum,
die Flammen schlägt dann nieder
die Feuerwehr mit Schaum.

Alle Jahre wieder
ist der Magen voll,
schlägt das Fett sich nieder,
zahlen wir den Zoll.

Alle Jahre wieder
schlägt sich des Kontos Stand
auf’s Gemüt schwer nieder,
wo blieb nur der Verstand?

Alle Jahre wieder,
da wird umgetauscht,
als Geschenk ein Mieder
hat uns nicht berauscht.

Alle Jahre wieder
muss der Notarzt kommen,
denn Opa hat mal wieder
zu viel vom Punsch genommen.

Alle Jahre wieder
greift Oma gern zum Sekt,
sonst ist sie fromm und bieder,
jetzt richtig aufgeweckt.

Alle Jahre wieder,
wenn das Tännchen bunt,
pinkelt auf es nieder
ungeniert mein Hund.