Witzige Adventsgedichte


Ich weiß nicht
ob Ihr es schon wisst,
der Weihnachtsmann wird schwer vermisst.
Er saß auf seinem Hightech-Schlitten
und ist zur Südsee abgeritten,
das jedenfalls behauptet man,
nun muss wohl jemand anders ran.

Die Feuerwehr, die Feuerwehr,
die hat es zum Advent sehr schwer.
Sobald die ersten Kerzen brennen,
sieht man auch schon den Löschtrupp rennen.
Sirenen stehen selten still,
ja der Advent macht, was er will.

Kaum steht der Advent ins Haus,
bleibt der Fernseh‘ öfter aus,
die Zeit wird effizient genutzt
es wird gebacken und geputzt.
Am Ende dieser Plackerei
ist der Urlaub meist vorbei.
Dann lieber Staub auf allen Tischen,
anstatt den ganzen Tag zu wischen.

Lieber Onkel Nikolaus,
wie schaut es denn mit Vorschuss aus?
Statt Pfeffernüsse bunte Scheine,
nur von den Münzen brauch ich keine.
Du kannst mir einen Schuldschein malen,
denn meine Wünsche kann Papi nicht zahlen.
Zwecks Tilgung lass einfach den Stiefel leer,
gehab dich wohl und danke sehr.

Schon im Oktober sieht man sie stehen,
man muss nur in den Supermarkt gehen.
Nikoläuse in jedem Regal
machen den güldenen Herbst zur Qual.
Wie will man so die Zeit genießen,
wenn Weihnachtskugeln in die Augen schießen.
Sehen, lernen und verstehen,
dem lieben Advent kann niemand entgehen.

Ich tigere schon seit Stunden
und drehe meine Runden,
das Haus ist kalt und leer,
mich mag wohl niemand mehr.
In der Stube süßer Duft,
nur mein Napf ist voller Luft,
mein Herrchen macht sich ganz schön rar,
so ein Mist – Advent ist da.

Genieße, wenn du reichlich hast,
denn im Advent ist alles verprasst.
Dann heißt es Tannenzweige kaufen,
von einem Shop zum nächsten laufen.
Geschenke, Deko und auch Kerzen,
hübsch verpackte Weihnachtsherzen.
Geht das Jahr dem Ende zu
findest du nachts keine Ruh‘,
fühlst dich elend und schwer krank
und brauchst Kredit von Deiner Bank.

Wenn Tante Heide schrecklich weint
und Onkel Hermann eisern schweigt,
dann ist das Weihnachtsfest gemeint,
das zügig sich dem Ende neigt.
Alle die Verwandten waren heut zu Gast,
doch Enkeltochter Rita – die hat das Fest verpasst.
Dem Hermann ist es einerlei,
er hasst es Jahr für Jahr,
jetzt ist er froh – es ist vorbei
und das ist wunderbar.

Wenn Damast den Tisch versteckt
und edles Geschirr das Tischtuch bedeckt,
drei Gänge zum Menü gehören,
Düfte verwöhnte Nasen betören,
wenn Kinder einmal schweigsam sind,
dann kommt der Weihnachtsmann geschwind.

Die Werke lieben den Advent,
weil überall ein Lichtlein brennt.
Der Zähler rennt ganz weit voraus,
denn hell beleuchtet ist jedes Haus.
Der Mann vom Gas ist auch sehr froh,
denn ihm ergeht es ebenso,
denn Menschen genießen den Advent,
wenn mollig warm die Heizung brennt.


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