Adventsgedichte für Erwachsene

Der Herbst geht noch spazieren,
raschelt mit buntem Kleid,
will keine Zeit verlieren,
denn bald ist es soweit.
Er will es uns verkünden,
dass wieder Einzug hält,
wenn Kerzen wir anzünden
die schöne Weihnachtswelt.

Advent, das heisst erwarten
und hoffen auf den Tag,
dem wir so lang schon harrten,
als in der Krippe, karg
ein Knäblein kam zu liegen
in kalter, dunkler Nacht,
Maria tat es wiegen,
die es zur welt gebracht.
Advent, das heisst besinnen,
dass wert ist Jedermann,
auf dass wir das gewinnen,
was Geld nicht kaufen kann.

Geflochten aus den Tannenzweigen
und mit vier Kerzen reich geschmückt
woll’n wir mit dem Adventskranz zeigen,
dass Freude unser Herz beglückt.
Nie ist es übers Jahr so still,
als zum Sonntag im Advent,
wenn Gott in unsre Herzen will,
die er ja wie sonst niemand kennt.

Vergebung sei in allen Herzen,
denn kein Mensch ist ja vollkommen,
dafür leuchten diese Kerzen,
dafür hat Er das Kreuz genommen.
Liebe fülle alle Herzen,
keinem sei sie unbenommen,
dafür leuchten diese Kerzen,
dass nur Liebe wir bekommen.
Freude sei in allen Herzen,
keine Seele sei beklommen,
dafür leuchten diese Kerzen,
Christ ist auf die Welt gekommen.

Wenn von Schneeluft die Wangen blühn,
wenn der Tannen Zweige sind immergrün,
wenn die Kerzen, ob rot, gelb, ob blau,
entzündet sind, wissen wir ganz genau,
ein wenig Geduld, das brauchen wir schon,
dann ist aller Mühe und Arbeit der Lohn,
dann liegen Geschenke für die Liebsten bereit,
nie ist’s schöner als jetzt zu der Weihnachtszeit.

Nun die erste, dann die zweite,
Kerzenduft ist’s, der begleitet
uns durchs Hoffen dieser Zeit,
ein wenig noch, dann ist’s so weit.
Tannengrün und Nikolaus,
Zimt und Orange füllt das Haus,
nun die dritte und die vierte,
für das Kind, Josef, den Hirten,
auch Maria wir gedenken,
unsre Achtung wir ihr schenken.
Seht, jetzt brennen alle Kerzen,
Christ zieht ein in unsre Herzen,
Gabentische sind gefüllt,
in Silber uns die Welt gehüllt,
für kurze Zeit fallen die Schranken,
weichen der Andacht die Gedanken,
der Alltag hat nun keine Macht,
es herrscht die selige, heilige Nacht.
Wer des Herren Namen kennt,
der denkt an ihn, jetzt im Advent.

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