Weihnachtswünsche mal anders

Weihnachten kann bleiben, wie es war

Liebe, Freude, Ruhe, Frieden –
Weihnachten kann bleiben, wie es war!
Das war uns Weihnachten immer beschieden –
Doch wie ist es mit dem Rest vom Jahr?

Weihnachten sollen wir Glückwünsche sagen?
Weihnachten läuft’s ohnehin recht gut –
Wir wünschen aber an den anderen 364 Tagen
Euch Gesundheit, gute Nerven und recht viel Mut!

Wahre Weihnachten

Erst die Empfängnis, völlig unbefleckt,
dann zur Volkszählung, die unbelegt,
die Geburt in Bethlehem, wie es in den Büchern steht,
war dann wahrscheinlich doch in Nazareth,
und falsch sind der Geburtsangabe Tag und Jahr –
was ist an Weihnachten denn eigentlich wahr??

Was wissen wir, was glauben wir nur lange schon?
Wahr ist der Friede aus Tradition,
wahr bleibt der sanfte Schimmer der Kerzen,
wahr sind die Wärme und die Liebe im Herzen!

Darum feiern wir wahrlich Christi Geburt –
Nur das Märchen vom Weihnachtsmann – ist das nicht absurd?

„Es weihnachtet sehr!“

Wenn sichtbar zwischen Sternen rasen
Rentiere mit roten Nasen,
wenn ein Mann mit weißen Rauschebart,
obwohl er doch schon recht bejahrt,
durch den Kamin soll bunte Päckchen bringen,
wenn Englein laut und deutlich singen,
wenn Lichter plötzlich schimmern überall –
was wäre das im besten Fall?
Würde man das sonst erzählen,
gäbe es nicht viel zu wählen,
käme man unterm Jahr auf die Idee,
wär es ein Trip von LSD
oder ein Rausch von Ecstasy –
darum: erzähl das vor Dezember nie!

Nur im letzten Monat dann im Jahr,
da ist es auf einmal völlig klar –
da erklärt man Dich nicht für verrückt,
da erklärt man höchstens ganz verzückt,
wenn Du schilderst diese Drogen-Mär:
„Ja, siehst Du, es weihnachtet sehr!“
Drum wünschen wir zwischen Tanne und Lichterglanz
Euch mehr von dieser wirksamen Substanz –
es gelte dem Weihnachtsmann das Lob:
Sein Fest ist wirklich psychotrop!
Doch einmal im Jahr ist‘s auch genug –
Im Januar gehen wir auf „Weihnachtsentzug!“

Weihnachtsurlaub

Weit weg von Chorgesang und Psalmen
feiern wir Weihnachten jetzt unter Palmen,
denn die Einsicht wir gewannen:
in Bethlehem gab’s auch keine Tannen,
so tauschen wir heuer Eis und Schnee,
gegen Sonne, Sand und See
und genießen hier den Meereswind –
so wie einst das Jesukind!
Weihnachten haben wir zum Fest der Wärme erkoren
und hoffen, Ihr seid daheim noch nicht erfroren!
Doch für alle, die zu Hause geblieben:
Wir wünschen ein Frohes Fest mit all Euren Lieben!

Weihnachtsfriede

Weihnachten kann richtig stressen,
einkaufen, feiern, trinken, essen,
eine einzige Orgie der Hektik nur,
von Ruhe und Friede gar keine Spur,
so ist es alle Jahre wieder
erschöpft liegen wir danach darnieder!
Wir freuen uns, wenn es vorbei
und wir terminlos, frank und frei
uns dann ins Neue Jahr begeben
und mit dem Alltag kommt Ruhe ins Leben.

Dann laufen wir das ganze Jahr
von Termin zu Termin, das ist mal klar,
und auch für den Urlaub fehlt uns die Zeit,
Erholung und Ruhe, die sind noch weit,
keine Mühe und Arbeit da wir scheuen,
aber wir uns schon im November freuen:
Bald wird es wieder Weihnacht sein –
und dann kehrt endlich Ruhe ein!

Dabei haben wir schon ganz vergessen:
Weihnachten kann richtig stressen. . .

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